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14:00 Uhr, 04.04.2026

3 Fragen an Bernecker

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Muss die EZB jetzt die Zinsen erhöhen?

Eine Inflationsrate von 2,8 % für Deutschland bzw. + 2,5 % für den Euroraum (beides auf Basis des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) im März löst Schrecken aus, die jedoch zu relativieren sind. Ausschlaggebend ist der Ölpreis. Ähnliches hatten wir bereits ab Jahresbeginn 2022 mit einem damaligen Top von 10,4 % im Oktober nach 5,1 % im Februar erlebt, anschließend ging es in die Normalisierung. Die Berechnung der Inflationsrate ist mathematisch richtig, aber ökonomisch fragwürdig. Weil dem so ist, muss die EZB ein ausgewogenes Preisniveau im Auge behalten, bevor man an die Zinsschraube geht. Voreilige Griffe sind schädlich. Deshalb ist es richtig, dass die EZB voraussichtlich stillhält. In 4 – 6 Wochen wird neu darüber zu diskutieren sein.

Ist der Ölpreisanstieg bereits überzogen?

Der Ölpreis ist seit der ersten Ölkrise 1973 ein politischer Preis. Entsprechend hektisch sind die Reaktionen beider Teilnehmer, sowohl der Ölkäufer als auch der Ölverkäufer. Im Zwischenraum aller Erwartungen stehen dann die Spekulationen als jeweiliger Vorgriff auf das, was die Marktteilnehmer erwarten. Darin steckt die spekulative Luft. Der unbestrittene mittlere Ölpreis wird in OPEC-Kreisen in Wien regelmäßig zwischen 70 und 80 Dollar je Barrel (Mittelwert für beide Ölpreise) genannt. Die Differenz bis dahin ist also in Kürze zurückzunehmen, je nachdem, wie der Nachrichtenstand im Iran-Konflikt aussieht. Kräftige Hektik gehört dazu.

Warum sind Rüstungstitel im aktuellen Marktumfeld gefallen?

Alle Rüstungsaktien haben massiv korrigiert. Das ist zunächst die richtige Folge der überzogenen Preisziele der Spekulation mit einem Schwergewicht von Rüstungsinvestments via ETFs, die umfangreich von Banken an Kleinanleger verkauft worden sind. Diese spekulative Luft ist entwichen. Die Bodenbildung hängt nun davon ab, wie die nachhaltigen Zahlen für Aufträge, Umsätze und evtl. weitere Trends ausfallen. Gibt es Friedenszeichen in beiden Konflikten, Ukraine wie Nahost, ist eine weitere Korrektur wahrscheinlich. Also: In dieser Situation hält man still! Käufe eilen nicht. Bitte beachten Sie auch die Seite 3 der aktuellen Ausgabe der Actien-Börse Nr. 14!

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