Kommentar
12:24 Uhr, 23.03.2026

Trump knickt ein - Angriffe auf Energieanlagen vorerst abgesagt

Die USA setzen geplante Militärschläge gegen iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage aus, nachdem nach Angaben von Präsident Donald Trump "sehr gute und produktive Gespräche“ mit Teheran geführt wurden.

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Nach 48 Stunden maximaler Eskalation deutet sich jetzt ein diplomatisches Fenster an.

Noch am Wochenende dominierte ein anderes Szenario. Ein Ultimatum aus Washington, Drohungen gegen Kraftwerke und Energieanlagen, die latente Gefahr einer Blockade der Straße von Hormus. Dass nun ausgerechnet Gespräche die Dynamik brechen, ist weniger überraschend, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Logik hinter der Pause

Die Ankündigung aus Washington ist kein Zufall, sondern folgt einer klaren politischen Logik. Nach der schnellen Eskalation der vergangenen 48 Stunden war offensichtlich geworden, dass ein militärischer Schlag zwar möglich, ein klar definierbarer Erfolg jedoch schwer erreichbar ist. Gleichzeitig sind die ökonomischen Risiken unmittelbar.


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Die Verschiebung um fünf Tage schafft daher vor allem eines: Zeit. Zeit, um Gesprächskanäle zu stabilisieren, Erwartungen neu zu justieren und die eigene Position neu zu rahmen. Trump wählt dabei eine Formulierung, die bewusst offen bleibt. "Konstruktiv“, "detailliert“, "fortlaufend“. Das klingt nach einer laufenden Neuverhandlung der Lage.

Dieses Muster hat sich bei Trump etabliert. Eskalation schafft Druck, Gespräche bieten den Ausweg. Der Übergang zwischen beiden Phasen ist Teil der Strategie.

Fazit: Großer diplomatischer Richtungswechsel oder nur eine Zwischenstufe? Das werden die kommenden Tage zeigen. Die Indizes explodieren, Öl bricht ein, die Edelmetalle erholen sich. Die Volatilität bleibt eine Konstante.

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15 Kommentare

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  • Harald Weygand
    Harald Weygand Head of Trading

    Irankrieg totaler Nachrichten-CLash ... Iran wird laut Jerusalem Post und Axios bei Gesprächen mit den USA vom Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten ...

    Der aber schreibt auf X: "Es fanden keine Verhandlungen mit den USA statt, und es werden Fake News verwendet, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind".

    Meine Stimme aus dem Off: Ich habs befürchtet. Sieht so aus, als ob Trump die "frohe Botschaft" vorhin lanciert hat, um Zeit zu gewinnen.

    21:04 Uhr, 23.03.
    1 Antwort anzeigen
  • steffihallo
    steffihallo

    was wollen wir wetten

    da werden bestimmt wieder 1 -2 grosse orders drin gewesen sein-ergo 1 hat richtig asche gemacht.

    das wäre ja nicht das erste mal.

    mfg

    17:06 Uhr, 23.03.
  • Harald Weygand
    Harald Weygand Head of Trading

    Die USA führen Gespräche mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, so eine Quelle. ... Ok, Newsflow ist noch in Bewegung ...

    15:18 Uhr, 23.03.
  • Harald Weygand
    Harald Weygand Head of Trading

    Ich habs gefürchtet, dass sowas kommt ...

    Iran dementiert Verhandlungen mit Trump

    Der Iran hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionswächtern nahestehen.

    14:51 Uhr, 23.03.
  • Harald Weygand
    Harald Weygand Head of Trading

    Zunächst einmal ist er eingeknickt. Die Iraner sind die Eskalation Schritt für Schritt mitgegangen ... er de-eskaliert jetzt etwas und guckt, was sich verhandlungstechnisch machen lässt. An dem Ergebnis möglicher Verhandlungen können wir ablesen, ob er Erfolg hat. Man würde es ihm gönnen, wenn das hoch angereichterte Uran aus dem Iran abtransportiert werden und eine Einigung erzielt werden kann, dass sie keins mehr anreichern können/werden.

    Wenn der Iran jetzt aber kommuniziert, es gebe gar keine Gespräche und/oder die Straße von Hormuz weiter blockieren, wäre die Lage weiter verfahren und der Iran hätte Oberwasser. Erfolg und Mißerfolg Trumps lassen sich an den konkreten Ergebnissen ablesen.

    14:34 Uhr, 23.03.
  • masi123
    masi123

    Was die objektive Sachlage anbelangt sind die oft konträren Tweets eigentlich Non-Events; an der Situation hat sich ja seit letzter Woche nichts geändert. Aber immerhin genügen sie dafür große Marktbewegungen auszulösen bzw. zu begründen.

    Ich befürchte, dass eine Verhandlungslösung extremst schwierig ist. Dazu müsste entweder eine gewisse Vertrauensbasis vorliegen oder eine "neutrale" Instanz die Einhaltung einer Vereinbarung garantieren. Nichts davon ist momentan zu erkennen bzw. überhaupt nur vorstellbar. Zerstörtes Vertrauen blockiert diesen Weg.

    14:33 Uhr, 23.03.
  • stiehli
    stiehli

    Sehe es wie der Großteil der Leser, er ist nicht eingeknickt.

    14:18 Uhr, 23.03.
    1 Antwort anzeigen
  • Harald Weygand
    Harald Weygand Head of Trading

    Zunächst einmal ist er eingeknickt. Die Iraner sind die Eskalation Schritt für Schritt mitgegangen ... er de-eskaliert jetzt etwas und guckt, was sich verhandlungstechnisch machen lässt. An dem Ergebnis möglicher Verhandlungen können wir ablesen, ob er Erfolg hat. Man würde es ihm gönnen, wenn das hoch angereichterte Uran aus dem Iran abtransportiert werden und eine Einigung erzielt werden kann, dass sie keins mehr anreichern können/werden.

    Wenn der Iran jetzt aber kommuniziert, es gebe gar keine Gespräche und/oder die Straße von Hormuz weiter blockieren, wäre die Lage weiter verfahren und der Iran hätte Oberwasser. Erfolg und Mißerfolg Trumps lassen sich an den konkreten Ergebnissen ablesen.

    14:09 Uhr, 23.03.
  • thomas123456
    thomas123456

    Es dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein, dass Donald Trump in Verhandlungen häufig auf die Taktik von „Zuckerbrot und Peitsche“ setzt – das ist nun wirklich nicht schwer zu durchschauen. Entsprechend hat das wenig mit einem „Einknicken“ zu tun.

    13:29 Uhr, 23.03.
  • Otua
    Otua

    Die Frage für mich ist, ob die Mullahs überhaupt etwas von ""sehr guten und produktiven Gespräche“ wissen.
    Nicht dass Trump sich da wieder mal nur was zusammen faselt.

    13:00 Uhr, 23.03.
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