US-Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
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Erwähnte Instrumente
- Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 46.993,26 Pkt (NYSE)
Die US-Erzeugerpreise sind im Februar um 0,7 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, wie die Statistikbehörde BLS am Mittwoch mitgeteilt hat. Erwartet wurde nur ein Anstieg um 0,3 %, nach einem Plus von 0,5 % im Vormonat.
In der sogenannten Kernrate, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel, wurde im Monatsvergleich ein Anstieg um 0,5 % verzeichnet, während auch hier ein Anstieg um 0,3 % erwartet worden war, nach einem Plus von 0,5 % im Januar.
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Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Erzeugerpreise im Februar um 3,4 % höher, hier war eine konstante Jahresveränderungsrate von 2,9 % erwartet worden. In der Kernrate wurde sogar ein Anstieg im Vorjahresvergleich von 3,9 % verzeichnet, gegenüber einer Prognose von 3,7 % und einem leicht abwärts revidierten Januar-Wert von 3,5 %.
Die Erzeugerpreise gelten als vorlaufender Indikator für die Inflation und laufen den Verbraucherpreisen in normalen Zeiten um mehrere Monate voraus, wobei allerdings Preisänderungen auf der Erzeugerpreisebene nicht immer eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben werden.
Marktreaktionen/Fazit: Der stärkere Anstieg der US-Erzeugerpreise dürfte die Erwartung bestätigen, dass Zinssenkungen in den USA nicht mehr anstehen dürften und eher wieder Zinserhöhungen in den Bereich des Möglichen rücken, vor allem weil der Iran-Krieg die Teuerung wieder anheizen dürfte. Der Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026 und dürfte die Erzeugerpreisdaten für Februar so gut wie nicht beeinflusst haben. Die Daten bestätigen damit, dass der Inflationsdruck auch ohne den Iran-Effekt über dem 2%-Ziel der Fed bleiben dürfte. Die US-Aktienfutures und der Goldpreis tendierten in einer ersten Reaktion auf die Daten schwächer.

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Die drastisch erhöhten Zölle haben natürlich Auswirkungen auf die Erzeugerpreise, weshalb die bisherige "optimistische" Erwartung etwas überrascht. Auch der Ölpreis-/Energiepreisanstieg wird Auswirkungen auf Erzeugerpreise und Inflation haben. Beide Faktoren werden aber auch dämpfend auf den Konsum und damit die Wirtschaft wirken. Es bleibt die Frage, welchem Ziel die FED kurzfristig höhere Priorität einräumt. Daneben muss sie sicher auch das Problem der exorbitant hohen Staatsverschuldung (z. B. Zinskosten) und den Druck aus dem Weißen Haus beachten. Die Entwicklung des Leitzinses ist also nicht einfach prognostizierbar. Da Inflation ein langsam wirkendes Gift ist, glaube ich jedenfalls nicht, dass deren Eindämmung die höchste Priorität hat.